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Mehr als 9 Millionen Euro Förderung für niedersächsisch-niederländische Projekte

Ministerin Honé überreicht Förderbescheid


Feierlich übergab Ministerin Birgit Honé den Projektpartnern des Projektes „Watten-Agenda 2.0“ einen Bescheid über mehr als 1,5 Mio. € Fördermittel. Ziel des Projekts ist die grenzübergreifende Entwicklung und Umsetzung eines umweltverträglichen und nachhaltigen Tourismus zum Erhalt und Schutz des Ökosystems im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer.

https://www.nationalpark-wattenmeer.de/nds/misc/wattenagenda-geht-die-zweite-runde/5066

Ebenso wurden Zuschüsse in Höhe von insgesamt mehr als 6,8 Millionen Euro für zwei UNESCO-„Global-Geoparks“, zur Förderung des Arbeitsmarktes, von kleinen und mittleren Unter-nehmen im Tourismus und zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Kommunikation sowie zur Förderung der Einrichtung einer „Task Force Wärme“ zugesagt. Den größten Anteil der Fördersumme steuert mit rd. 6,6 Millionen Euro die Europäische Union durch das Interreg A-Programm „Deutschland-Nederland“ bei. Rund eine Million Euro kommen vom Land Niedersach-sen. Weitere 1,7 Millionen Euro stellen Nordrhein-Westfalen, die niederländischen Provinzen und das Wirtschaftsministerium in Den Haag zur Verfügung. Die Projektpartner selbst – Hochschulen, Unternehmen und kommunale Institutionen – erbringen etwa 4 Millionen Euro, so dass mehr als 13 Millionen Euro zur Durchführung der Projekte zur Verfügung stehen.


Die geförderten Projekte sind:

Watten-Agenda 2.0

Ziel des Projekts ist die grenzübergreifende Entwicklung und Umsetzung eines umweltverträglichen und nachhaltigen Tourismus zum Erhalt und Schutz des Ökosystems Wattenmeer. Mit neuen konkreten Zielen und acht innovativen Maßnahmen baut das Projekt auf dem Vorgängerprojekt „Watten-Agenda“ auf und strebt damit die nächste Qualitätsstufe in der grenzübergreifenden Wattenmeer-Zusammenarbeit an. Die strategische Grundlage für das Projekt bildet die Strategie „Nachhaltiger Tourismus in der Destination Weltnaturerbe Wattenmeer“, die in 2014 entwickelt wurde und sich aktuell in der Überarbeitung befindet. Die „Watten-Agenda 2.0“ greift diese bereits auf. Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch ein Konsortium aus sechs Partnerorganisationen aus den Bereichen Wattenmeerschutz und Tourismus. Verschiedene Zielgruppen und Stakeholder werden in der 42-monatigen Projektlaufzeit in die Entwicklung, Erprobung und in den Transfer der innovativen Formate für die Wattenmeerregion eingebunden. Nds. Projektpartner: Ostfriesland Tourismus GmbH Die Nordsee GmbH Internationale Dollart Route e. V. Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer

Gesamtkosten: 1.697.502,45 €

Zuschuss der EU (EFRE): 848.751,23 €

Zuschuss des Landes Niedersachsen: 169.750,25 €

https://www.nationalpark-wattenmeer.de


Arbeitsmarkt Nord II

Das Projekt dient der Entwicklung einer grenzübergreifenden sozialökonomischen Region, in der Chancen auf dem Bildungs- und Arbeitsmarkt grenzübergreifend genutzt werden können. Eine Region, in der Einwohner, Ausbildungs- und Arbeitsmarktorganisationen sowie regionale Wirtschaft zusammenarbeiten, sodass sie dynamisch funktionieren kann und besser in der Lage ist, auf Veränderungen im wirtschaftlichen und sozialen Bereich zu reagieren und ihre Konkurrenzsituation stärken kann. Dies wird erreicht durch verschiedene grenzübergreifende Kooperationen im Bildungs- und Arbeitsmarkt, die am Bedarf der regionalen Wirtschaft ausgerichtet sind und in der Struktur des Projektes initiiert, verbunden und gefördert werden. Damit sollen Arbeitsplätze geschaffen, junge Talente gebunden und neue Fachkräfte angezogen werden, so dass die Wirtschaft insgesamt gefördert wird. Nds. Projektpartner: Ems Dollart Region (EDR) D und NL Arbeits- und Ausbildungsmarktpartner

Gesamtkosten: 4.289.644 €

Zuschuss der EU (EFRE): 2.144.822 €

Zuschuss des Landes Niedersachsen: 396.792 €

https://www.deutschland-nederland.eu/project/dachprojekt-arbeitsmarkt-koepelproject-arbeidsmarkt/


Ohne Grenzen 2.0

In vielen Bereichen fehlt es an Informationen/Wissen darüber, wie die Welt auf der anderen Seite der Grenze aussieht. Sowohl traditionelle Medien (TV, Presse) als auch Social Media über-schreiten kaum Grenzen. Das behindert den gegenseitigen Kontakt. Die Verbesserung der grenzüberschreitenden Kommunikation ist eine wichtige Voraussetzung für die Stärkung des kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalts im Grenzgebiet. Mit diesem Projekt wird die Zusammenarbeit zwischen einer Reihe von Medienorganisationen im nördlichen Grenz-gebiet nach einer ersten Phase durch eine Reihe von Pilotprojekten weiterentwickelt. Ziel ist es, das die Medienorganisationen auf beiden Seiten der Grenze die grenzübergreifende Perspektive zunehmend in allgemeine und kulturelle Berichte einbeziehen. Nach der Projektlauf-zeit wird eine Grundlage für die weitere Standardisierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit geschaffen sein. Die Ergebnisse des Projekts können sofort in Bildung und Tourismus genutzt werden. Nds. Projektpartner: Ems Dollart Region (EDR) EV1.tv

Gesamtkosten: 450.000 €

Zuschuss der EU (EFRE): 225.000 €

Zuschuss des Landes Niedersachsen: 37.500 €  


Geopark Cooperation

Das deutsch-niederländische Programmgebiet besitzt seit Anfang 2016 zwei UNESCO-Global Geoparks, den Geopark TERRA.vita auf deutscher Seite und den Geopark De Hondsrug auf niederländischer Seite, den einzigen in den Niederlanden. UNESCO-Global Geoparks zeichnen sich durch ihre besonderen geologischen, archäologischen, ökologischen und kulturellen Werte aus. Das Projekt UNESCO Geopark Cooperation DE/NL strebt eine enge Zusammenarbeit der beiden Geoparks in den Entwicklungsbereichen Infrastruktur, Produkte, Bildung, Marketing und Strukturen an. Mit einem Konsortium aus acht Projektpartnern werden in diesen Bereichen in den nächsten Jahren eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt. Ziel ist die nachhaltige Entwicklung und Schärfung der Profile der beiden Geoparks mit Hilfe grenzübergreifender Kooperation. Leadpartner: Landkreis Osnabrück Nds. Projektpartner: UNESCO Geopark TERRA.vita Hasetal Touristik GmbH Stadt Osnabrück Internationaler Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen e.V.

Gesamtkosten: 1.648.580,28 €

Zuschuss der EU (EFRE): 824.290,14 €

Zuschuss des Landes Niedersachsen: 164.858,03 €

https://www.deutschland-nederland.eu/project/geopark-cooperation/


Grenzenlose Touristische Innovation (GTI 2)

Die erfolgreichen Aktivitäten von GTI werden weiter ausgebaut und durch Maßnahmen ergänzt, die auf die neuesten Anforderungen und Trends des Tourismusmarktes reagieren. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die sich nach wie vor mit Markeintrittsbarrieren im Nachbarland konfrontiert sehen, werden dabei unterstützt, mit Hilfe von maßgeschneiderten Schulungen, Beratung und grenzüberschreitender Zusammenarbeit die bestehenden Hürden zu überwinden und die eigene Innovationsfähigkeit zu steigern. Die bestehenden Plattformen "Das Andere Holland" und "Geheim over de grens" werden erneuert und spezifiziert. Sie dienen den KMU und Verbänden nicht nur als Kommunikationsplattform, sondern zugleich als Blaupause im Umgang mit den aktuellen Herausforderungen des Marktes. Ziel des Projekts ist es, die Zahl der Besucher und Übernachtungsgäste sowie Ausgaben aus dem jeweiligen Nachbarland zu erhöhen, indem KMU und Organisationen für die grenzübergreifenden Herausforderungen fit gemacht werden und diese selbstständig meistern können. Diese Kombination – die Förderung der Wirtschaftskraft der ansässigen Unternehmen sowie die grenz-überschreitende Kooperation bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen – begründet den großen Mehrwert des Projektes. Nds. Projektpartner: Grafschaft Bentheim Tourismus e.V. Tourismusverband Osnabrücker Land e.V.

Gesamtkosten: 3.423.832,16 €

Zuschuss der EU (EFRE): 1.711.916,06 €

Zuschuss des Landes Niedersachsen: 136.953,28 €

https://www.deutschland-nederland.eu/project/gti-2/


Task Force Wärme - WiEfm 2.0

Das Projekt stellt die Einrichtung einer „Task Force Wärme“ als Antwort auf die Herausforde-rungen einer kollektiven, nachhaltigen Wärmeversorgung in der EUREGIO dar. Die Task Force arbeitet auf Grundlage eines im Rahmen des Projektes zu entwickelnden Anwendungs- und Pla-nungstools zur Berechnung eines nachhaltigen regenerativen Wärmekonzeptes auf Quartiersebene und erprobt und etabliert die Nutzung modernster Kommunikationsformen der Augmented und Virtual Reality zur Vermittlung der Chancen einer „Wärmewende 3D“. Das bestehen-de regionale Akteursnetzwerk und die umgesetzten Praxisbeispiele werden in WiEfm 2.0 genutzt und erweitert um neue Projekte zu realisieren. Die „Task Force Wärme“ wird deutsch-niederländischer Ansprechpartner und Projektmotivator für das Thema Wärme und nachhaltige Energiekonzepte in der EUREGIO. Sie wird in der Region als kompetente Projektentwicklungsplattform für Wärmethemen wahrgenommen, vermittelt Wissen und Visionen mit frischen, modernen Methoden und innovative Energiesysteme mit innovativen Kommunikationsmitteln. Nds. Projektpartner: Energetik Ingenieurgesellschaft mbH Nds. KMU und Kommunen

Gesamtkosten: 1.607.168,82 €

Zuschuss der EU (EFRE): 803.584,00 €

Zuschuss des Landes Niedersachsen: 29.296,00 €

https://www.deutschland-nederland.eu/project/task-force-waerme-wiefm-2-0/


 

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