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Ergebnisse der Online-Konsultation zur neuen EU-Förderperiode 2021-2027

In Niedersachsen werden in der aktuellen EU-Förderperiode aus den Europäischen Strukturfonds

• EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung),

• ESF (Europäischer Sozialfonds) und

• ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums)

rund 2,1 Mrd. Euro eingesetzt.

Mit deren Hilfe sowie ergänzender Finanzierung des Landes können wichtige Vorhaben öffentlicher und privater Träger im Bereich von Wirtschaft, Infrastruktur, Arbeitsmarkt, Klima und Umwelt, Sozialer Inklusion, Versorgung etc. unterstützt werden.

Mit den drei Fonds wird derzeit in Niedersachsen intensiv gearbeitet. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die kommende Förderperiode 2021-2027 auf Hochtouren.

Fest steht bereits jetzt, dass die Mittel im EFRE und ESF nochmals weniger werden. Dies ist sowohl Folge des Brexit als auch von neuen Prioritäten im Entwurf des zukünftigen Europäischen Haushalts. Auch im ELER stehen mit hoher Wahrscheinlichkeit Kürzungen bevor. Die EU-Kommission gibt Ziele der zukünftigen Förderung vor. So soll z. B. der EFRE mit mindestens 60 % für Innovation und wirtschaftlichen Wandel eingesetzt werden. Zusammen mit dem Ziel eines grüneren, CO2-armen Europa sind sogar 85 % der Mittel vorzusehen.

Das Ziel eines bürgernäheren Europa ist dabei von großer Bedeutung. Im ESF soll u.a. die Soziale Inklusion mit mindestens 25 % Berücksichtigung finden. 30 % der Mittel des ELER sollen auf Klima- und Umweltziele einzahlen und mindestens 5 % für LEADER-Ansätze eingesetzt werden. Die niedersächsischen Förderprogramme müssen sich innerhalb dieses Rahmens bewegen und sollen gleichzeitig prioritäre Bedarfe in Niedersachsen abdecken.

Die Online-Konsultation lief vom 6. Mai bis zum 11. Juni 2019 und ist neben der Stakeholder-Konferenz und den Regionalveranstaltungen ein Baustein der Beteiligung der niedersächsischen Interessengruppen für die Aufstellung der Förderstrategie 2021-2027.

Es haben sich insgesamt 560 Personen aus u.a. folgenden Institutionen beteiligt: Arbeitgeberorganisationen, Arbeitnehmerorganisationen, Beratungsunternehmen, Einrichtungen der Arbeitsverwaltung, Handwerkskammern, Hochschulen/Forschungseinrichtungen, Industrie- und Handelskammern, Interessensvertretungen der Landwirtschaft, Interessensvertretungen im Bereich der Gleichstellung, Kirche/Wohlfahrtspflege/Soziale Interessensvertretungen, kommunale Gebietskörperschaften, Landwirtschaftskammern, Lokale Aktionsgruppen, Ministerien, öffentliche sowie nicht öffentliche Träger von Bildungs-/Weiterbildungs-/Kultur- oder Tourismuseinrichtungen, Politik, sonstige Unternehmen, Umwelt-/Naturschutz-/Bodenschutz- und Klimaschutzorganisationen oder Vereine.


Genannte Prioritäten:

  • Innovation und wirtschaftlicher Wandel:
    1. Soziale Innovationen (zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen durch den demografischen Wandel vor allem in ländlichen Räumen,
    2. Steigerung des Wachstums und der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (einschließlich Handwerk) durch Innovation

  • Arbeitsmarkt, Bildung, Qualifizierung, gesellschaftliche Teilhabe:
    1. Förderung einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, einschließlich des verbesserten Zugangs zur Kinderbetreuung,
    2. Förderung der Anpassung von Arbeitnehmern und Unternehmen an den Wandel im Bereich der Digitalisierung oder anderer großer Umbrüche (z. B. E-Mobilität),
    3. Fachkräftesicherung durch Aktivierung von weiteren Erwerbspersonen- und Qualifizierungspotenzialen

  • Klima und Umwelt:
    1. Verbesserung der biologischen Vielfalt,
    2. Verringerung der Umweltverschmutzung,
    3. Förderung der nachhaltigen Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen (z. B. Wasser, Böden);
    Über 50 % sehen in Niedersachsen große oder sogar sehr große Kompetenzen in der Kreislaufwirtschaft!

  • Regionale Entwicklung:
    1. Sicherung von Basisdienstleistungen der ländlichen Bevölkerung (z. B. Gesundheit, Nahversorgung mit wichtigen Waren und Dienstleistungen, soziale Begegnung),
    2. Beschäftigung, Wachstum und lokale Entwicklung in ländlichen Gebieten


Europäische Förderung für die niedersächsischen Regionen

Europäische Förderung für die niedersächsischen Regionen

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