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Auswärtige Begleitausschusssitzung mit Projektbesichtigung

18.-19. September 2019 | Celle


Für den erfolgreichen Einsatz von Fördermitteln und für das Erreichen der uns gesetzten Ziele brauchen wir Projekte, die von Menschen vorangetrieben werden, die für Ihre Projekte „brennen“ und die andere Menschen mitreißen. Davon hat sich der EFRE- und ESF-Begleitausschuss bei seiner vergangenen Sitzung in Celle am 18. und 19. September überzeugen können.

Projektbesichtigungen vor Ort und Projektvorträge haben den Teilnehmenden Einblick in die praktische Umsetzung und in die Erfolge geben können. Dabei sind auch Hemmnisse und Schwierigkeiten nicht verschwiegen worden. Die Projektträger konnten dem Begleitausschuss vor Augen führen, dass das aus der EU-Förderung stammende Geld gut investiert ist.


Die Projekte

Sanierung Schlosstheater Celle (EFRE)

Schlosstheater Celle - Saal zu Beginn der Renovierung  
Schlosstheater Celle - Saal zu Beginn der Renovierung
Schlosstheater Celle - Saal nach der Renovierung  
Schlosstheater Celle - Saal nach der Renovierung

Im Rahmen einer Projektbesichtigung stellte Stephan Bruhn, der Geschäftsführer des Celler Schlosstheaters, zusammen mit Helmut Matterne vom Staatlichen Baumanagement Lüneburger Heide die bereits abgeschlossenen EFRE-geförderten Baumaßnahmen im Schlosstheater Celle vor, dem 2011 aufgrund fehlenden Brandschutzes, veralteter Bühnentechnik sowie mangelnder Barrierefreiheit die Schließung drohte. Neben der Behebung der genannten Defizite wurde durch die Baumaßnahme das barocke Raumerlebnis wiederhergestellt. Dies gelang in enger Kooperation mit dem Nds. Landesamt für Denkmalpflege. Historische Befunde wurden so gemeinsam gesichert, interpretiert und daraus die neue Gestaltung entwickelt. Sowohl das geplante Gesamtbudget i.H.v. 12,7 Mio. Euro als auch die avisierte Bauzeit von nur 1,5 Jahren wurden eingehalten. Die Maßnahme wurde aus Mitteln der vergangenen EU-Förderperiode 2007-2013 gefördert.

Anschließend konnten sich die Teilnehmenden ein Bild vom Baufortschritt der noch laufenden Maßnahme der Celler „CD-Kaserne“ machen, genauer gesagt von den Hallen 18 und 19. Sie dienen dem Schlosstheater als Vorführungs-und Probensaal sowie als Theaterfundus und Werkstätte für Bühnenbauten. Durch die energetische Sanierung der Halle 18 wird die Nutzbarkeit der Halle deutlich erhöht und die Energiebilanz wesentlich verbessert. Diese Baumaßnahmen werden aus Mitteln der aktuellen EU-Förderperiode 2014-2020 gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie in unserem Projektatlas unter https://projektatlas.europa-fuer-niedersachsen.de/foerderprojekte/energetische-sanierung-der-halle-18-auf-dem-gelaende-der-cd-kaserne/

v.l. Petra-Johanna Regner (Leiterin der KoStelle), Claudia Kuhnert (Kuhnert Gebäudeservice), Katja Taranczewski (Nds. Sozialministerium), Christian Störmer (Ing.-Gesellschallschaft Heidt + Peters mbH), Daniel Eckardt (Leiter Wirtschaftsförderung LK Ce  
v.l. Petra-Johanna Regner (Leiterin der KoStelle), Claudia Kuhnert (Kuhnert Gebäudeservice), Katja Taranczewski (Nds. Sozialministerium), Christian Störmer (Ing.-Gesellschallschaft Heidt+Peters mbH), Daniel Eckardt (Leiter Wirtschaftsförderung LK CE)

Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft im Landkreis Celle (ESF)

Katja Taranczewski vom Nds. Sozialministerium gab dem Begleitausschuss zunächst eine Einführung in das Konzept der Koordinierungsstellen. Im Anschluss stellte Petra-Johanna Regner, die Leiterin der Koordinierungsstelle, die Schwerpunkte ihrer Arbeit vor. Ziel ist es, die Erwerbstätigkeit und Qualifikation von Frauen in der Region zu fördern. Hierbei arbeitet die Koordinierungsstelle eng mit den Unternehmen vor Ort, verschiedenen Weiterbildungsträgern, der Agentur für Arbeit und weiteren Akteuren zusammen. Die lebensphasenorientierte, kostenfreie und vertrauliche Beratung und die Angebote für eine Qualifizierung/Fortbildung richten sich an Frauen in der Elternzeit, Berufsrückkehrerinnen/Berufsrückkehrer, Arbeitssuchende, Berufstätige, die sich umorientieren oder weiterqualifizieren möchten und an Existenzgründung Interessierte. Insgesamt gibt es in Niedersachsen 25 Beratungsstellen zur beruflichen und betrieblichen Förderung von Frauen.

Die Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft in Celle ist ebenfalls Geschäftsstelle des Überbetrieblichen Verbundes Frauen und Wirtschaft e.V. (www.uebv-celle.de). Im Gespräch mit Petra-Johanna Regner stellten zwei Mitglieder des Unternehmensverbandes, Claudia Kuhnert (Kuhnert Gebäudeservice) und Christian Störmer (Ing.-Gesellschaft Heidt+ Peters mbH) die Motive, Praxis und Effekte ihrer Mitarbeit im Verbund dar. Zudem veranschaulichten sie anhand konkreter Beispiele, wie sie im Zusammenspiel mit der Koordinierungsstelle profitieren und von dort Unterstützung erhalten.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie in unserem Projektatlas unter https://projektatlas.europa-fuer-niedersachsen.de/foerderprojekte/koordinierungsstelle-frauen-und-wirtschaft-von-stadt-und-landkreis-celle/

sowie auf der Seite des Landkreises Celle unter https://www.landkreis-celle.de/wirtschaftsstandort/koordinierungsstelle-frauen-und-wirtschaft.html

Unser Fazit

Durch die Projekte wurden gesellschafts- und wirtschaftspolitische Herausforderungen aufgegriffen und ein regionaler Lösungsbeitrag geliefert. Neben der Verbesserung der Attraktivität des regionalen Lebensumfeldes wurde auch ein Stück Arbeit europäischer Integration geleistet. Denn wenn wir uns selbst in unserer Region wohlfühlen, ist es auch leichter, mit anderen Regionen Europas zusammenzurücken. Mit von der Bevölkerung getragenen Projekten aus der Region für die Region, mit Mitteln der Europäischen Ebene, machen wir die EU vor Ort „anfassbar“ und erzielen damit einen großen Mehrwert.


Die Aufgaben des Begleitausschusses

Durch den Begleitausschuss werden die Wirtschafts- und Sozialpartner, kommunale Spitzenverbände und sonstige Verbände neben Vertreterinnen und Vertretern der Ministerien in die Überwachung und Bewertung der Umsetzung der EU-Förderung aktiv eingebunden. So wird ein partnerschaftliches Denken in der EU-Förderung sichergestellt und gelebt. Regelmäßige Gäste in den Sitzungen des Begleitausschusses sind Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Kommission und des Bundes, die so einerseits beratend und informierend zur Seite stehen und sich andererseits einen Einblick in die Arbeit vor Ort machen können. Die Geschäftsführung des Begleitausschusses liegt bei der EFRE-/ESF-Verwaltungsbehörde im Nds. Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung.

 
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