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Regionale Forschungs- und Innovationsstrategie für intelligente Spezialisierung in Niedersachsen

Startschuss zu RIS3 erfolgt


 

Am 26. Juni fiel der erfolgreiche Startschuss zum RIS3-Prozess für Niedersachsen im Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung mit ca. 40 Teilnehmenden.

RIS3 (Regional Innovation Strategy for Smart Specialisation) steht für „Regionale Forschungs- und Innovationsstrategie für intelligente Spezialisierung“ und stellt ein innovatives und beteiligungsorientiertes Strategiekonzept zur Entwicklung von Regionen dar. Die Erstellung einer RIS3 und deren Genehmigung durch die EU-Kommission ist Voraussetzung für die Verwendung von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung zur Förderung niedersächsischer Projekte.

Ziel des aktuellen Prozesses ist es, die derzeitige RIS3 (2014−2020) weiterzuentwickeln, um Niedersachsen angesichts kommender ökonomischer, ökologischer und sozialer Herausforderungen auch in der folgenden Strukturfondsperiode (2021−2027) zu stärken. Im Kern gilt es, eine Strategie zu entwickeln, in deren Rahmen durch Forschung und Innovation in den niedersächsischen Stärkefeldern die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in der Region nachhaltig gesteigert werden kann.

Zu Beginn der Veranstaltung verdeutlichte Karin Beckmann, Referatsleiterin für die „Strategische Entwicklung der EU-Förderung und Koordinierung, Interreg“, die Erwartungen seitens der Europäischen Kommission an eine RIS3. Die Vorträge von Herrn Dr. Buss (Innovationszentrum Niedersachsen, Hannover) und Herrn Dr. Meier zu Köcker (Institut für Innovation und Technik, Berlin) gaben erste Eindrücke hinsichtlich zukünftiger FuE-Trends, die für Niedersachsen von Bedeutung sein werden. Anschließend diskutierten die Teilnehmenden in verschiedenen Arbeitsgruppen zu Themen wie „Innovation & Gründung“, „Kreislaufwirtschaft als Innovationstreiber für Stadt & Land“, „Vernetzung & Kooperation in den Regionen“, „nicht-technische Innovationen als Garant nachhaltigkeitsorientierter Transformation“ sowie „Innovative Technologien: Fundament intelligenter Spezialisierung“. Der Fokus der lebhaften Diskussionen lag auf den Herausforderungen für Niedersachsen und der Berücksichtigung unterschiedlicher Interessen im anstehenden Diskussionsprozess. Die Gespräche in den Arbeitsgruppen verdeutlichten das rege Interesse der Teilnehmenden an der zukünftigen RIS3 und bestätigten, dass ein partizipativer Prozess notwendig ist, der alle relevanten regionalen Akteure aktiv in die Weiterentwicklung der RIS3 einbindet.

Karin Beckmann betonte ausdrücklich, dass die RIS3 nicht im Alleingang von ihrem Ministerium erarbeitet werde, sondern am Ende ein gemeinsames Werk aller beteiligten Innnovationsakteure Niedersachsens darstellt.

In den kommenden Wochen und Monaten wird eine Reihe von Werkstattgesprächen folgen, in die weitere Innovationsakteure aus Niedersachsen eingebunden und in denen die andiskutierten Themen vertieft werden.

Bis März 2020 soll die gemeinsame RIS3 entwickelt und der EU-Kommission zur Genehmigung vorgelegt werden.

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